Am Montag, 8. Juni 2026, 11.45 Uhr wird neben dem Haus Gräfin-Imma-Straße 49 durch den Künstler Gunter Demnig der erste Stolperstein in Stiepel für Lina und Hugo Höltermann verlegt. Die Familie war als Zeugen Jehovas Opfer der NS-Verfolgung. Hugo Höltermann dürfte der einzige Stiepeler gewesen sein, der während der nationalsozialistischen Diktatur in einem Konzentrationslager ermordet wurde. Am 27. Oktober 1944 wurde Höltermann im KZ Ravensbrück brutal erschlagen.
Bei dem knapp einstündigen Programm der Stolpersteinverlegung sind folgende Programmpunkte vorgesehen: Grußworte des Bezirksbürgermeisters Olaf Peters und des Soziologen und Autors em. Prof. Dr. Dirk Kaesler, Redebeitrag von Uwe Langhals aus dem Vorstand der Arnold-Liebster-Stiftung sowie Lesung durch Schüler:innen des Geschichts-Leistungskurses des Neuen Gymnasiums Bochum. Andreas Finke vom Stiepeler Verein für Heimatforschung e. V. wird die Biografien vortragen. Die Enkelin der Höltermanns, Christel Stoffer, wird einige Worte beitragen. Interessierte sind gerne eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen!
Zusätzlich von Interesse ist, dass für die Opfergruppe der Zeugen Jehovas am 24. Juni dieses Jahres ein Mahnmal nach einstimmigem Bundestagsbeschluss in Berlin als Würdigung des Widerstands eingeweiht wird.


(Hinweis:
Die eigentliche Verlegung der Stolpersteine wird organisiert durch die Stadt Bochum, das Rahmenprogramm durch die private Initiative “Forschungsgruppe LILA WINKEL Bochum-Herne”. Der Stiepeler Heimatverein hat die private Initiative bei ihren Vorbereitungen und Forschungen aktiv unterstützt.)
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