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Stiepeler Verein für Heimatforschung e.V.

Der Stiepeler Verein für Heimatforschung in Bochum beschäftigt sich mit der plattdeuschen Sprache, mit der Geschichte von Stiepel, Personen & Straßen.

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Stiepel

Volkstrauertag

7. November 2022 von Andreas Leave a Comment

Die Evangelische Kirchengemeinde veranstaltet zum Volkstrauertag in Zusammenarbeit mit dem Stiepeler Verein für Heimatforschung e.V., dem Knappenverein Schlägel & Eisen Stiepel-Dorf sowie dem Bürgerschützenverein Stiepel eine Gedenkfeier mit Kranzniederlegung am Ehrenmal (Friedhofswiese gegenüber der Dorfkirche). Die Ansprache hält Pfarrerin Christine Böhrer, die musikalische Begleitung erfolgt durch den Posaunenchor Stiepel-Dorf.

Sonntag, 13.11.2022 um 15:00 Uhr auf der Wiese gegenüber der Dorfkirche.

Filed Under: News Tagged With: Dorfkirche, Ehrenmal, Stiepel, volkstrauertag

Straßenbahn in Stiepel

2. Oktober 2022 von Andreas Leave a Comment

Fast vier Jahrzehnte lang hat die Straßenbahnlinie 5 / 15 das Leben in Stiepel geprägt. Die Straßenbahn endete bis 1926, aus Bochum kommend, in Weitmar-Mark an der heutigen Kreuzung der Kemnader- mit der Markstraße. Erste Überlegungen für die Verlängerung der Straßenbahnlinie von Weitmar über Stiepel nach Welper und Hattingen lassen sich im Jahr 1911 nachweisen. Zu jener Zeit war die Stiepeler Gemeindevertretung noch der Überzeugung, dass die damalige Brückstraße, heute Am Varenholt „… für den allgemeinen Verkehr allen Anforderungen genügt.“ Auch wenn man sich das heute nicht mehr vorstellen kann, der Varenholt war eine Art Hauptverbindungsstraße und hieß zu jener Zeit nicht umsonst Brückstraße, denn es war die Straße, die zur (Koster-)Brücke führte. Im September 1913 entschloss sich die Stiepeler Gemeindevertretung dann aber im Zusammenhang mit der geplanten Straßenbahn „… einstimmig für einen Ausbau der Finkenstraße [heutige Kosterstraße]. … Von der Führung … über die Brückstraße wird … Abstand genommen, weil die Finkenstraße wesentlich günstigere Steigungsverhältnisse aufweist.

Die Kosterstraße mit den 1922 errichteten, zunächst gemeindeeigenen Wohnhäusern und der einspurig geführten Straßenbahn. Foto: Sammlung Wilhelm Dickten
Die Kosterstraße mit den 1922 errichteten, zunächst gemeindeeigenen Wohnhäusern und der einspurig geführten Straßenbahn. Foto: Sammlung Wilhelm Dickten

Der erste im Jahr 1909 vergebene Straßenname für die Kosterstraße war Finkenstraße, benannt nach dem Finkensiepen, durch den sie führt. Allerdings hatte die Straße, besser gesagt: der Feldweg, zu dieser Zeit noch nicht den Verlauf, den wir heute kennen. Die Siedlung, deren nördlich der Straße liegenden Häuser vor ein paar Jahren für den Ausbau der Kosterstraße weichen mussten, war noch nicht errichtet, es gab nur vereinzelt liegende Häuser. Diese Häuser waren durch einen jeweils in Privatbesitz befindlichen, seinerzeit sogenannten Interessentenweg miteinander verbunden. Nachdem die Planungen rund drei Jahre reiften, fasste die Gemeindevertretung im Juli 1914 den Beschluss zum Neubau von Straße und Straßenbahn. Die Finken-/Kosterstraße war eine sprichwörtlich auf der grünen Wiese neu geplante Straße. Mit den Erdarbeiten wurde 1914 begonnen, doch der Ausbruch des 1. Weltkriegs brachte das Projekt zum Erliegen. Bereits wenige Tage nach der Generalmobilmachung wurde durch die Stiepeler Gemeindevertretung beschlossen, „… die Wegebauarbeiten in der Gemeinde vorläufig einzuschränken.“ Im März 1915 wurde speziell zur heutigen Kosterstraße festgehalten: „Der durch den Krieg unterbrochene Ausbau der Finkenstraße wird besprochen. Die Gemeindevertretung ist der Ansicht, daß es zweckmäßig sei, mit der Wiederaufnahme der Arbeiten bis zum Kriegsende zu warten.“ Der Ausbau der Straße wurde erst 1922 fortgesetzt.

Blick aus dem Garten von Dr. med. Gerhard Gilbert (Gräfin-Imma-Straße) auf die Kemnader Straße, 1931
Blick aus dem Garten von Dr. med. Gerhard Gilbert (Gräfin-Imma-Straße) auf die Kemnader Straße, 1931

Die von Bochum über die Markstraße kommende Straßenbahnlinie endete bis 1926 an der Zeche Karl Friedrich, d.h. an der heutigen Kreuzung Kemnader-/Mark-/Heinrich-König-Straße. Die Verlängerung der Linie 5 / 15 über die Kemnader- und Kosterstraße auf der Strecke Zeche Karl-Friedrich – Stiepel Gemeindehaus – Henrichshütte – Hattingen mit einem Abzweig Stiepel Gemeindehaus – Haus Frische wurde im Dezember 1926 eröffnet und sollte für die Stiepeler fast vier Jahrzehnte die Verbindung nach Bochum und Hattingen sein. Bevor der Betrieb der Straßenbahn aufgenommen werden konnte, wurde die Kosterbrücke gründlich geprüft. Bedingt durch das hohe Eigengewicht der Straßenbahnwagen mussten vermutlich die Bögen und Strompfeiler verstärkt werden, Details dieser Baumaßnahmen sind aber nicht bekannt. Einen ersten Rückschlag erfuhr die Linie im Jahr 1960, als die Kosterbrücke für die schweren Triebwagen der Straßenbahn gesperrt wurde. Letztendlich war die Brückenkonstruktion dem Straßenbahnverkehr auf Dauer nicht gewachsen, die Linie 5 / 15 wurde übergangsweise durch Busse ersetzt. Im November 1963 wurde sie komplett eingestellt.

Straßenbahn vor der Gastwirtschaft „Becker links“, Kemnader Straße 251, 1950er Jahre
Straßenbahn vor der Gastwirtschaft „Becker links“, Kemnader Straße 251, 1950er Jahre
Kemnader Straße in Höhe "Lindenhof / Saterdag" mit Linie 5 / 15
Kemnader Straße in Höhe “Lindenhof / Saterdag” mit Linie 5 / 15

Filed Under: Was es sonst noch gibt Tagged With: Finkenstraße, Kosterstraße, Linie 5, Stiepel, Straßenbahn

Apfelfest am 8. Oktober

20. September 2022 von Andreas 1 Comment

Das Apfelfest für Große und Kleine findet an der Pfingstblume statt am

Samstag, 8. Oktober, 12 bis 17 Uhr, Brockhauser Straße 126.

Kommt und findet heraus, was es alles rund um das Thema “Apfel” zu entdecken gibt. Vom Cidre bis zur Apfelschorle, vom Apfelkuchen bis zu den Reibeplätzchen mit Apfelmus. Erfahrt Wissenswertes über alte Apfelsorten oder erwerbt unter anderem naturtrüben Apfelsaft von Stiepeler Streuobstwiesen.

Wegen Corona haben wir, um Warteschlangen zu vermeiden, folgende Zeiten festgelegt: Verpflegung am Reibekuchenstand von 12 bis 15 Uhr, Kaffee und Kuchen von 14 bis 17 Uhr

Filed Under: News Tagged With: apfelfest, Apfelkuchen, Stiepel

Pfingstblume-Café am 11. und 18. September

6. September 2022 von Andreas Leave a Comment

Der Stiepeler Heimatverein feiert am Sonntag, 11. September, den “Tag des offenen Denkmals”. An diesem Tag werden die Lanz-Treckerfreunde die Pfingstblume besuchen und sich ab 11 Uhr mit etwa 35 historischen Traktoren nach und nach an der Brockhauser Straße 126 einfinden. Die Oldtimer werden auf der Wiese entlang der Brockhauser Straße aufgestellt und können in der Zeit von 12 bis 15 Uhr besichtigt werden. Das Pfingstblume-Café wird wie üblich bis 17 Uhr geöffnet sein.

Am folgenden Sonntag, 18. September, öffnet das Pfingstblume-Café ab 15 Uhr zum letzten Mal in dieser Saison. Aus diesem Grund wird Axel Zebeck mit seiner Band den Nachmittag bis 17 Uhr noch einmal musikalisch begleiten.

Filed Under: News Tagged With: Denkmal, Pfingstblume, Stiepel, Zebeck

Stadtteil-Wanderung am 13. August

10. August 2022 von Andreas Leave a Comment

Die Veranstaltungsreihe „Stiepel damals und heute“ findet eine Fortsetzung. Der Verein Pro Stiepel e.V. gemeinsam mit dem Stiepeler Heimatverein bieten für Interessierte einen Rundgang “Rund um Krockhaus” mit historischem Hintergrund an. Der Termin ist Samstag, 13. August, von 15 bis 17 Uhr. Geplant ist ein Rundgang ausgehend von der ehemaligen Krockhaus-Villa mit etlichen Stationen, die die Geschichte Stiepels aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten.

Treffpunkt ist um 15 Uhr vor dem Haus Krockhausstraße 7 in Bochum-Stiepel, die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Stiepeler Heimatforscher Andreas Finke und Wilhelm Hensing werden kompetente Begleiter sein und möchten bei diesem Rundgang erneut ihr Wissen mit allen Interessierten teilen.

Filed Under: News Tagged With: Krockhaus, krockhaussstraße, Stiepel, Wanderung

Vortrag “Stiepeler Nachtleben” – Wiederholung am 8. August 2022

4. Juli 2022 von Andreas Leave a Comment

Andreas Jagenburg ist als Naturschützer regelmäßig für Flora und Fauna im Bochumer Süden unterwegs. Die Wälder in Stiepel sind bestückt mit seinen Wildkameras, die Anzahl der damit aufgenommenen Tiere ist beachtlich. In seinem Vortrag “Stiepeler Nachtleben – Wildtiere vor der Kamera” wird er uns spannende Szenen aus dem Stiepeler (Wildtier-)Nachtleben vorführen und erläutern. Unter den „eingefangenen“ Tieren sind einige Arten, mit denen Sie wahrscheinlich nicht rechnen werden. Lassen Sie sich überraschen von dem, was nachts (aber auch tagsüber) durch Wald und Flur in Stiepel unterwegs ist!

Wegen des großen Andrangs am 1. August wiederholen wir den Vortrag am kommenden Montag! Der Vortrag findet statt in den Räumen des Stiepeler Heimatvereins an der Brockhauser Straße 126, 44797 Bochum.

Termin: Montag, 8. August 2022, 19:00 Uhr

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Filed Under: News Tagged With: Jagenburg, Nachtleben, Stiepel, Wildkamera, Wildtiere

Einladung zum Plattdeutschen Sonntag

24. April 2022 von Andreas Leave a Comment

Wir haben die Corona-Pause genutzt, um mit verändertem Konzept einen Plattdeutschen (Sonn-)Tag für Jung und Alt zu gestalten! Am 15. Mai 2022 wollen wir, beginnend ab 12:00 Uhr, an der Pfingstblume (Brockhauser Straße 126, Bochum-Stiepel) mit und für euch fleißig Platt sprechen. Den Anfang macht unsere Pfarrerin Christine Böhrer, im Plattdeutschen Quiz könnt ihr eure Kenntnisse beweisen und in der Mitmach-Schulstunde sollen auf unterhaltsame Weise erste Worte auf Stiepeler Platt vermittelt werden. Bei ausreichendem Interesse ist die Neuauflage eines späteren Anfängerkurses nicht ausgeschlossen. Das Programm richtet sich ausdrücklich auch an junge Menschen und Familien mit Interesse an der gesprochenen Sprache ihrer Großeltern-Generation. In den Programmpausen spielt Axel Zebeck und Band sowohl Plattdeutsche Lieder als auch bekannte Rock-Klassiker. Für Speis und Trank wird ab mittags gesorgt (unter anderem mit der Erbsensuppe der Freiwilligen Feuerwehr), nachmittags findet wie gewohnt das sonntägliche Pfingstblume-Café statt.

Programm mit ca.-Uhrzeiten:

12:00 Andacht (Pfarrerin Christine Böhrer)

12:30 Plattdeutsche Sketche (1)

[13:00 Erbsensuppe der Stiepeler Freiwilligen Feuerwehr]

13:45 Anfängerkurs / Mitmach-Schulstunde

14:00 Plattdeutsche Sketche (2)

15:15 Axel Zebeck und Band / Kaffee

16:15 Axel Zebeck und Band

zwischendurch: Plattdeutsch-Quiz

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Zur Oven-Krockhaus (Kemnader Straße 112)

12. April 2022 von Andreas Leave a Comment

Als sich der vom Hof Krockhaus (an der gleichnamigen Straße) stammende Wilhelm zur Oven-Krockhaus (*1840) im Jahr 1873 entschloss, eine Wirtschaft an der heutigen Kemnader Straße 112 zu gründen, geschah dies in einer ereignisreichen Zeit. Nach dem gewonnenen Krieg gegen Frankreich 1871 und der Gründung des Deutschen Reichs kam es zunächst zu einem regelrechten wirtschaftlichen Aufschwung, dem aber bald wieder Krisen folgten. Als weiterer Aspekt hatte das zu jener Zeit unter Beteiligung der damaligen Landgemeinde Stiepel startende Landkreis-übergreifende „Project eines Chausseebaus von Steinenhaus über Stiepel und Wiemelhausen nach Bochum“, der Ausbau der heutigen Kemnader Straße als überörtliche Hauptstraße, im Jahr 1872 gerade erst begonnen. Die Straße war bis dahin nur ein unbefestigter Verbindungsweg von Haus Kemnade in Richtung Weitmar. Sich zu jener Zeit also an dieser Stelle niederzulassen war Risiko und Chance zugleich. Fertiggestellt wurde die neue Chaussee erst im Jahr 1892.

Gastwirtschaft von Wilhelm zur Oven-Krockhaus
Gastwirtschaft von Wilhelm zur Oven-Krockhaus

Als Beruf lässt sich für Wilhelm zur Oven-Krockhaus nur der des Wirts nachweisen, was für jene Zeit eher unüblich wäre. Die meisten Gastwirte hatten seinerzeit einen handwerklichen Beruf und betrieben das Wirtschafts-Gewerbe nur nebenbei. Nach Übernahme des Hauses und der Gastwirtschafts-Konzession im Jahr 1897 durch den Sohn ändert sich das: Wilhelm zur Oven-Krockhaus junior (*1865) ist Bäckermeister und Wirt. Der Enkel Paul zur Oven-Krockhaus (*1903) betreibt die Gastwirtschaft nur nebenbei, nach der Rückkehr aus dem 2. Weltkrieg arbeitet er auf der Hattinger Henrichshütte. Das Haus hat um 1900 im Erdgeschoss neben dem Gastwirtschaftsraum ein Ladenlokal, ein Backhaus-Anbau sowie einen Stall-Anbau in der Größe von 14 x 8 Meter, laut Steuerliste für „1 Pferd, 1 Kuh und 8 Schweine“. Im Jahr 1930 wird der Stall umgebaut in weitere Gesellschaftszimmer, im Jahr 1938 wird auf den Schuppen verzichtet, der bis dahin Pferd und Wagen beherbergte, und in eine Kraftwagen-Garage umgebaut. Dieser Umbau ist -wie bei anderen Handwerkern zu jener Zeit auch- als Indiz zu werten, dass das Geschäft florierte und eine Möglichkeit gesucht wurde, das gebackene Brot im weiteren Umfeld zum Verkauf zu transportieren.

Skizze zur Konzession 1897 Foto: Stadtarchiv Bochum
Skizze zur Konzession 1897. Quelle: Stadtarchiv Bochum

Die Gastwirtschaft an der Kemnader Straße wurde durch Familie zur Oven-Krockhaus der Überlieferung nach bis Ende der 1950er Jahre betrieben. Von dort stammen übrigens auch die Betreiber der gleichnamigen ehemaligen Bochumer Fahrschule. Im Jahr 1978 wurde das Haus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Luftaufnahme stammt aus dem Jahr 1963. Denn da fuhr zum einem bis zur Stilllegung der Strecke im November 1963 noch die zu erkennende Straßenbahn der Linie 5/15. Zum anderen begannen im Jahr 1963 die auf dem Foto ebenfalls sichtbaren Bauarbeiten des Kindergartens „Im Haarmannsbusch“.

Luftbild 1963: Das Haus zur Oven-Krockhaus ist rot eingekreist. Foto: Bildarchiv Stadt Bochum
Luftbild 1963: Das Haus zur Oven-Krockhaus ist rot eingekreist. Quelle: Bildarchiv Stadt Bochum

Filed Under: Gastwirtschaften Tagged With: Gastwirtschaft, Kemnader Straße, Krockhaus, Stiepel, Straßenbahn, zur Oven

Einladung zum Osterfeuer

5. April 2022 von Andreas Leave a Comment

Zum traditionellen Osterfeuer laden wir Mitglieder, Freunde und Interessierte am Samstag, den 16. April 2022 ein. Das Feuer wird entzündet um 18:00 Uhr, vorher bieten wir zur Verpflegung Würstchen vom Grill, Osterspezialitäten vom Büffet und passende Getränke an. Für unsere kleinen Gäste halten wir eine Überraschung bereit.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend mit euch an der Pfingstblume, Brockhauser Straße 126 in Bochum-Stiepel!

Filed Under: News Tagged With: Osterfeuer, Stiepel

Wasserversorgung in Stiepel

6. Januar 2022 von Andreas Leave a Comment

Seit jeher gab es in Stiepel die Eigenversorgung mit Brunnenwasser an nahezu jedem Haus, viele Bauernhöfe hatten gleich zwei Brunnen, einen außerhalb und einen innerhalb des Hofgebäudes. Doch auf die Höhe des Grundwasserspiegels angewiesen zu sein, hatte seine Schwächen. So finden wir in der Schulchronik der Schule in Stiepel-Dorf für das Jahr 1905 unter dem Stichwort „Die Wasserversorgung in der Gemeinde“ folgenden Eintrag:

In dem höher gelegenen Teil unserer Gemeinde herrschte bis zum Jahre 1905 in den Sommermonaten regelmäßig ein empfindlicher Wassermangel, der sich besonders im Sommer 1904 zeigte. Von dem in der Nähe der Schule Haar gelegenen Bassin des Bochumer Wasserwerkes konnte nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Gemeinde mit Wasser versorgt werden. Daher hat sich die Gemeinde veranlaßt gesehen, dem Verband der um Bochum liegenden Landgemeinden (Dahlhausen, Linden, Weitmar, Hamme, etc.) zwecks Errichtung eines neuen Wasserwerkes beizutreten. Von zwei bienenkorbähnlichen Behältern des Wasserwerkes (Verbandswasserwerk) die auf dem höchsten Punkt der Gemeinde Stiepel errichtet sind, können alle Teile der Gemeinde mit Wasser versorgt werden.

In der damaligen Stadt Bochum gab es bereits ab 1871 ein Städtisches Wasserwerk, in den um Bochum herum liegenden selbständigen Landgemeinden aber nicht. Daher schlossen sich zehn Gemeinden der damaligen Landkreise Bochum, Gelsenkirchen und Hattingen am 14. Mai 1902 auf Initiative und unter Führung des Landrats Karl Gerstein zum „Verbands-Wasserwerk G.m.b.H.“ zusammen. Neben der eigentlichen Versorgung mit Trinkwasser war die öffentliche Gesundheitsfürsorge im schnell wachsenden Industriegebiet eine wesentliche Motivation für die Gründung des Wasserwerks. Der Sitz der neuen Gesellschaft war zunächst die Gemeinde Hamme, nach mehreren Umzügen dann ab 1925 Weitmar. Die Gewinnung des Trinkwassers erfolgte im Ruhrtal. Durch Druck-Rohrleitungen wurde das Wasser in Hochbehälter befördert, aus denen es in die Versorgungsleitungen der einzelnen Gemeinden verteilt wurde.

Das zu diesem Zeitpunkt bestehende Bochumer Wasserwerk kaufte das Grundstück für sein sogenanntes Hochbassin an der Ecke Kemnader-/Haar-/Kosterstraße im Jahr 1896 dem Landwirt Schulte-Schüren ab. Dieses Hochbassin war eine Art Zwischenstation und diente zum Aufbau des nötigen Drucks auf dem Weg des Wassers von der Ruhr in die damalige Stadt Bochum. Die Gemeinde Stiepel wurde daraus NICHT versorgt.

Der am 14. Mai 1902 geschlossene Gesellschaftsvertrag des neu gegründeten Wasserwerks verrät uns die wesentlichen Fakten:

Gesellschaftsvertrag "Verbands-Wasserwerk" 1902
Gesellschaftsvertrag “Verbands-Wasserwerk” 1902

Die Hochbehälter wurden erreichtet in Weitmar und Harpen als oberirdische Gebäude, in Stiepel als „Erd-Hochbehälter“. Dazu später mehr. Aus den Protokollen der Stiepeler Gemeindevertretung können wir eine kleine Chronologie zusammenstellen:

14. Mai 1902: „… wurde beschlossen: Die Gemeinde Stiepel betheiligt sich an dem neuen Wasserwerk der Consortialgemeinden unter der Bedingung, daß von diesem Wasserwerk die ganze Gemeinde Stiepel mit Wasser versorgt werden kann und die Gemeinde Stiepel das Wasser zu denselben Preisen wie jede andere Gemeinde des Consortiums erhält und das Zuleitungsrohr durch die ganze Gemeinde bis zur Endgrenze von Seiten des Consortiums gelegt wird.“

25. Juli 1902: „Für das dem Verbands-Wasserwerk Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu Hamme, aus der Landesbank der Provinz Westfalen bewilligte Darlehn von 2.500.000 Mark … nebst den Zinsen, übernimmt (hierdurch) die Gemeinde Stiepel mit den Gemeinden Dahlhausen, Eickel, Grumme, Günnigfeld, Hofstede, Hordel, Linden und Weitmar selbstschuldnerische Bürgschaft dergestallt, daß jede dieser Gemeinden sich nur für den ihrem jeweiligen … Antheile am Stammkapitale der obigen Gesellschaft von 176000 Mark entsprechenden Theile des Darlehns verbürgt.“

22. Mai 1903: „Der Tagesordnung wurde vom Gemeindevorsteher Pläne und Kostenanschläge zur Verlegung von Wasserleitungsrohren vorgelegt und zwar für die Strecke von der Anschlußstelle zwischen Anstreichermeister Heinrich Hasenkamp und Friedrich Finke nach Zahrbach – Wirt Röder – bis Berginvalide Heinrich Kroniger in Brockhausen ca 1100 m; ferner von Wirt Friedrich Frische ca 900 m in östlicher Richtung über den Bergkamm. Gemeindevertretung beschloß Offerten über Rohrlieferung etc. einzuziehen.“

Wir können zusammenfassen, dass nach Gründung im Jahr 1902 ab 1903 mit dem Bau des Leitungsnetzes begonnen wurde und ab 1905 dann tatsächlich Wasser innerhalb der Gemeinde Stiepel verteilt wurde. Man kann das heute noch an vielen Häusern erkennen: Vor diesem Zeitpunkt errichtete ältere Häuser besitzen einen Brunnen, danach errichtete nicht mehr.

Auf einem Bebauungsplan aus dem Jahr 1967 (Quelle: www.o-sp.de/bochum/plan=44509) sind neben den beiden deutlich erkennbaren neuen Behältern an der Ministerstraße die beiden Erdbehälter unmittelbar darunter noch eingezeichnet (rot eingekreist):

Bebauungsplan Mittelstiepel 1967
Bebauungsplan Mittelstiepel 1967

Auf einem historischen Foto mit Blick vom Henkenberg in Richtung Ministerstraße / Auf der Egge kann man die beiden Erdbehälter erkennen (rot eingekreist):

Stiepeler "Erd-Hochbehälter" vom Henkenberg aus
Stiepeler “Erd-Hochbehälter” vom Henkenberg aus

Und auf einer Nahaufnahme sieht man, was mit „Erdbehälter“ gemeint ist:

Stiepeler "Erd-Hochbehälter" an der Ministerstraße
Stiepeler “Erd-Hochbehälter” an der Ministerstraße

Dadurch, dass das Bochumer Wasserwerk seinen Hochbehälter ebenfalls in Stiepel hatte, kam es zu der aus heutiger Sicht vielleicht seltsamen Konstellation, dass es in Stiepel zwei Wassernetze gab, die miteinander nicht verbunden waren. Dies ergab sich einfach durch die geographischen Gegebenheiten mit dem höchsten Punkt der heutigen Stadt Bochum. Auf einer Übersichtskarte aus dem Jahr 1928 (d.h. 1 Jahr vor der Eingemeindung Stiepels nach Bochum) lassen sich die getrennten Versorgungsnetze und die ineinander verwobenen Versorgungsgebiete der beiden Wasserwerke gut erkennen (Quelle: Landesarchiv NRW, Abt. Westfalen, Karte A-17365 „Wasserversorgung der Stadt Bochum und der umliegenden Gemeinden 1928“). Das Versorgungsgebiet des Bochumer Wasserwerks ist in rot, das des Verbands-Wasserwerks in gelb dargestellt:

Karte des Landesarchiv NRW: Wasserversorgung in Bochum
Karte des Landesarchiv NRW: Wasserversorgung in Bochum

Auf der Vergrößerung des Stiepeler Gebietes sind die beiden parallel verlegten Netze gut zu erkennen: das Leitungsnetz des Bochumer Wasserwerks ist in blau, das des Verband-Wasserwerks in rot dargestellt. Ebenfalls eingezeichnet sind die jeweiligen Hochbehälter:

Wassernetze in Stiepel (Ausschnitt)
Wassernetze in Stiepel (Ausschnitt)

Nach den Eingemeindungen des Jahres 1929 blieben die beiden Versorgungsnetze zunächst bestehen. Durch die aus dem Besitz der Gemeinden übertragenen Gesellschaftsanteile des Verband-Wasserwerks besaß die Stadt Bochum 68,25 % des Gesellschaftskapitals. Um das unwirtschaftliche Nebeneinander der beiden Wassernetze zu beenden, machte die Stadt Bochum ihren Einfluss geltend und sorgte für die Herstellung einer Verbindung beider Rohrnetze. Zu einer vollständigen Verschmelzung mit dem Wasserwerk der Stadt Bochum kam es aber zunächst nicht, da nach den Eingemeindungen weiterhin die damaligen Städte Wanne-Eickel und Wattenscheid beteiligt waren. Die beiden neuen Wasserbehälter an der höchsten Stelle Bochums an der Ministerstraße wurden in den Jahren 1961/1962 errichtet.

Filed Under: Was es sonst noch gibt Tagged With: Hochbehälter, Stiepel, Wasserversorgung, Wasserwerk

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