Der Stiepeler Heimatverein hat der Gräfin-Imma-Grundschule in Bochum-Stiepel fünf Exemplare des Buches “Wege durchs Königreich – Geschichte der Straßennamen in Stiepel” zur Verfügung gestellt. [Read more…] about Buchspende für die Gräfin-Imma-Grundschule
Tag des offenen Denkmals
Am Tag des offenen Denkmals lädt der Stiepeler Verein für Heimatforschung e.V. zum letzten Pfingstblume-Café der Saison ein. Lasst Euch am
Sonntag, den 10.09.2017 ab 11 Uhr [Read more…] about Tag des offenen Denkmals
Neu auf der Homepage: der Newsletter
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Stadtwerke-Bürgerprojekt des Stiepeler Heimatvereins
Der Stiepeler Heimatverein hat sich beim Sponsoring-Wettbewerb der Stadtwerke Bochum für ein Bürgerprojekt “Wofür schlägt Dein Herz?” beworben. Wenn wir gewinnen, möchten wir die Zuwendung für die Einrichtung des neuen Vereinsbaus “Pfingstblümchen” verwenden.
Zukünftig möchte der Verein eine wichtige Anlaufstelle im kulturellen Leben des Stadtteils Stiepel werden, indem beispielsweise Vorträge und Filmvorführungen zu Themen lokaler Geschichte, Kunst und Literatur angeboten werden. Um geeignete Vortrags- und Präsentationsmöglichkeiten zu schaffen, bedarf es einer entsprechenden Mulitmedia-Einrichtung und einer passenden Ausstattung des Raumes. Um zu gewinnen, brauchen wir eure Hilfe. Bitte stimmt auf den Internet-Seiten der Stadtwerke für unser Projekt ab!
Euer Votum könnt ihr bis zum 23. Mai 2017 unter folgendem Link abgeben:

Stadtwerke Bochum: Bürgerprojekte

Mitgliederversammlung März 2017
Über die Jahreshaupt-/ Mitgliederversammlung vom 10. März 2017 lassen sich folgende Punkte kurz berichten: [Read more…] about Mitgliederversammlung März 2017
Kosterstraße / Kosterbrücke
Zwei Dinge sind untrennbar mit der Kosterstraße und der gleichnamigen Brücke verbunden: Der Bau der Straßenbahnlinie von Weitmar über Stiepel nach Welper gehört zur Geschichte der Kosterstraße, wohingegen die in Hattingen liegende Henrichshütte ursächlich für den Bau einer Brücke über die Ruhr war. [Read more…] about Kosterstraße / Kosterbrücke
“Minister” Friedrich Finke (1867 – 1938)
Er war zwar kein echter Minister, sondern wurde nur so genannt. Friedrich Wilhelm Finke war Gemeindevorsteher von 1919 bis 1924 und Namensgeber der Ministerstraße. Da sein Haus das erste und für lange Zeit einzige an der Straße war, wurde diese entsprechend „Ministerstraße“ genannt, auch bereits vor Einführung der offiziellen Straßennamen in Stiepel im Jahr 1909.
Sonntagschule (1892-1970)
An der Gräfin-Imma-Straße, in der heutigen Hausnr. 56, befand sich von 1892 – 1970 die sog. Sonntagschule von August Hahnefeld. Begründet im April 1892 von den Baptisten August Hahnefeld sen. und Karl Eifert, übernahm nach seiner Entlassung aus dem 1. Weltkrieg im Jahr 1917 August Hahnefeld jun. die sonntägliche Bibelstunde für rund 40 – 60 Stiepeler Kinder.

Das Gebäude der Sonntagschule, heute Gräfin-Imma-Straße 56 (Foto: H.-D. Eickelbeck)
Erwähnenswert ist die jährliche Weihnachtsfeier, die im Saal der benachbarten Wirtschaft (Haus Schreier, später Steinsträßer, heute ein Griechisches Restaurant) stattfand. Der Saal wurde vor der Feier mit Kohle beheizt, die die Familie Hahnefeld per Schubkarre herbeischaffen musste. Als besonderes Geschenk gab es für jedes Kind eine mit dem Motiv der Sonntagschule bedruckte Tasse oder Teller. In der Abbildung ein Weihnachtsteller aus dem Jahr 1930:

Weihnachtsteller der Sonntagschule Stiepel
In einem “Klassenbuch” wurde die Anwesenheit per Strichliste nachgehalten.

Ausschnitt aus dem Klassenbuch „Namen und Anwesenheit der Sonntag-Schüler im Jahr 1932“
Aus gesundheitlichen Gründen musste August Hahnefeld jun. die Sonntagsschule im Jahr 1970 schließen. (Text in Anlehnung an „Stiepeler Schulen“, hrsg. von Wilhelm Dickten)

Ausschnitt der WAZ vom 22. Dezember 1967 zur 75-Jahr-Feier
Krieger-Gedächtnisstätte für Gefallene aus Stiepel
Alle drei Jahre tritt ein Denkmal aus dem Schatten des alten Gemeindehauses an der Kemnader Straße hervor, wenn der Bürgerschützenverein von 1854 Ausrichter des Schützenfestes ist. Die traditionelle Totenehrung mit Zapfenstreich führt der Bürgerschützenverein am Vorabend des Königsschießens an diesem Ehrenmal durch.
(Text: Gerhard Hagenkötter)

Neben dem Gemeindehaus an der Kemnader Straße:
das Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs
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Sprengwagen
Dieser Sprengwagen wurde zum Benässen der Straßen benötigt. Denn die Stiepeler Straßen und Wege hatten -wenn sie nicht sowieso nur Feldwege waren- zu Beginn des letzten Jahrhunderts in der Regel eine Deckschicht aus Hochofenschlacke, Asche oder sogenanntem Sandstein-Kleinschlag. Um die belästigende Staubbildung zu verhindern, wurde der Straßenbelag feucht gehalten.
Der Anschaffung des Sprengwagens im Jahr 1929 gingen sechs Jahre voraus, in denen Anträge gestellt, Alternativen geprüft und verworfen wurden, die Stiepeler Bürger heftig protestierten und Unterschriftslisten erstellten. Sogar ein Sonntagsfahrverbot wurde diskutiert, bis schließlich eine Anleihe aufgenommen wurde, um einen „Motorwagen mit Sprengvorrichtung“ anzuschaffen.

“Minister” Friedrich Finke (mit Kappe) vor dem Stiepeler Sprengwagen. Am Steuer: Otto Bierwirth. Aufgenommen auf der Kreuzung der heutigen Kemnader- mit Koster- und Haarstraße. Im Hintergrund das Fachwerkhaus neben dem heutigen Hof Schulte-Schüren.
Die Historie der Anschaffung liest sich anhand einzelner vorliegender Dokumente im zeitlichen Verlauf wie folgt:
1) Ein Beschwerdebrief an die Gemeindevertretung vom 8. April 1924 formuliert die Zustände der Straßenbeschaffenheit relativ deutlich. Im Wesentlichen geht es um die damalige Hauptstraße, die heutige Kemnader Straße:
Herrn Gemeindevorsteher Linnhoff
Im vorigen Jahr ist von der Sozialdemokratischen Fraktion in der Gemeindevertretung der Antrag gemacht worden die Beschaffung eines Schprengwagens welches aber leider abgelehnt worden ist, mit der Begründung wegen der hohen Kosten. Würden die Herren der Gemeindevertretung auch an der Hauptstraße wohnen und kein Zimmer lüften können bei diesem starken Autoverkehr, würden Sie diesen begründeten Antrag nicht abgelehnt haben. Wir Unterzeichneten der Hauptstraße stellen nunmehr noch einmal den Antrag aus Gesundheitsrücksicht an die Vertretung und bitten diesem doch jetzt statt zu geben.
[es folgen drei Seiten mit Unterschriften]
Stiepel, den 8/4 1924
2) Ein Beschluss der Gemeindevertretung Stiepel vom 13. Mai 1926 hält fest:
Anträge der sozialdemokratischen Fraktion
b) einen Sprengwagen anzuschaffen
Die Notwendigkeit der Beschaffung eines Sprengwagens ist vom Finanzausschuss anerkannt worden. Gleichwohl habe er mit Rücksicht auf die schlechte Finanzlage der Gemeinden einen Vorschlag auf Beschaffung eines Wagens nicht gemacht. Entsprechend der Stellungnahme des Finanzausschusses erfolgt mit Stimmenmehrheit eine vorläufige
Ablehnung.
3) Die Gemeindevertretung schreibt am 29. September 1926 an die Kommunistische Fraktion Stiepel:
Betr. Ihren Antrag zur Tagesordnung der Gemeindevertretung vom 17.8.26
Da eine Sonntagsstrassensperre nicht zu erreichen ist, soll die Frage einer ausreichenden Strassenbesprengung
erneut geprüft werden. Es soll festgestellt werden, ob eine Strassenbesprengung nach Fertigstellung der Strassenbahn bis Frische und zur Kosterbrücke durch einen Motorwagen möglich ist und wie sich die Kosten einer solchen Besprengung im Gegensatz zu den Kosten einer Besprengung durch Fuhrwerk stellen würden.
4) Am 17. Januar 1927 beschließt die Stiepeler Gemeindevertretung eine weitere Prüfung:
… ob die Sprengung durch die elektrische Straßenbahn billiger ist. Die Angelegenheit soll dann erneut zur Tagesordnung gestellt werden.
Im Verlauf des Jahres 1927 wird noch eine Kommission zusammen mit den Gemeinden Blankenstein und Welper
gegründet. Diese soll eine gemeinschaftliche Anschaffung prüfen, kommt aber offensichtlich nicht zu einem positiven Ergebnis. Denn letztendlich wird im Jahr 1928 der Beschluss gefasst, einen Sprengwagen anzuschaffen. Im
Haushaltsplan der „Gemeindekasse Stiepel“ des Jahres 1929 findet sich die entsprechende Position.
5) Beschluss der Stiepeler Gemeindevertretung vom 19. Juni 1928:
11. Errichtung eines Spritzenhauses
Zur Anschaffung des Motorsprengwagens und zur Erbauung eines Schuppens für den Wagen ist eine Anleihe von 30.000 M aufgenommen worden.
