Eine der wenigen Straßen in Stiepel, die bereits vor Einführung von offiziellen Straßennamen (im Jahr 1909) eine Bezeichnung getragen hat, die sie im Zuge der Eingemeindung nach Bochum (im Jahr 1929) wieder erhalten hat: Im Sonderfeld. Zwischendurch, von 1909 bis 1929, hieß sie Gartenstraße.
Stiepel
Voßkuhlstraße
Die Voßkuhlstraße in früheren Zeiten als „Straße“ zu bezeichnen – das ist hoch gegriffen. Sie war eher ein typischer Stiepeler Feldweg, der im Zuge der Bebauung in den letzten Jahrzehnten erst zur Straße ausgebaut wurde.
Surkenstraße
Die Surkenstraße ist in ihrer Funktion als Verbindungsweg zur Gemeinde Querenburg schon auf Karten vor 1800 eingezeichnet. Eine Bebauung längs der Straße gab es zu dieser Zeit nicht. Noch auf der Stiepeler Gemeindekarte aus dem Jahr 1879 sind an der Straße lediglich vier Häuser dargestellt.
Rautenbergstraße
Nach dem 1. Weltkrieg begann die Gemeinde Stiepel, der aufkommenden Wohnungsnot durch den Bau von Wohnungen auf gemeindeeigenen Grundstücken zu begegnen. In den Jahren 1922 – 1924 entstanden erste Siedlungen an der Finkenstraße (heute Kosterstraße), Vorm Brock (heute Am Vormbrock) und Auf der Egge. Da mit diesen Maßnahmen der Wohnungsbedarf in Stiepel nicht gedeckt war, wuchs innerhalb der Bevölkerung der Gedanke, eine Baugenossenschaft ins Leben zu rufen.
Nettelbeckstraße / Am Brunen
Einer der „älteren“ Wege um das eigentliche Dorf Stiepel herum sind die heutigen Straßen Am Brunen und Nettelbeckstraße. Der ursprüngliche Verlauf ging, beginnend am (nicht mehr existierenden) Bauernhof Schulte Hoffstiepel unmittelbar neben der Dorfkirche, über den ersten Teil der heutigen Nettelbeckstraße und dann die Straße Am Brunen hoch.
Ministerstraße
Eine der wenigen Straßen, die bereits vor Einführung der offiziellen Straßennamen im Jahr 1909 so hieß und diesen Namen auch über die Eingemeindung von Stiepel nach Bochum im Jahr 1929 hinaus behalten hat, ist die „Ministerstraße“. Zurückzuführen ist der Name auf Friedrich Wilhelm Finke (1867 – 1938), der „Minister“ genannt wurde.
Krockhausstraße
Die Krockhausstraße, eine Straße mit fast vergessener historischer Bedeutung: Sie ist eng mit dem Bergbau verbunden und war der Beginn des „Gahlen’schen Kohlenwegs“, der von der Ruhr bei Stiepel über Weitmar, Hamme, Eickel, Dorsten bis nach Gahlen an der Lippe führte (www.gahlenscher-kohlenweg.de). An der Straße, die von der Fähre und Kohlenniederlage An der Kost über den Rauterdeller Siepen hoch bis zur heutigen Kemnader Straße verlief, lagen unter anderem die Zechen und Schächte Preußischer Zepter, Brockhauser Tiefbau, Ignatius, Krockhausbank und Haarmannsbank.
Kemnader Straße – Von den Anfängen der Chaussee bis zur heutigen Hauptstraße
Schon beim Lesen der Überschrift werden viele ältere Stiepeler an die überlieferten Geschichten um den ehemaligen Stiepeler Gemeindevorsteher Sondermann denken, dem wir es zu verdanken haben sollen, dass die Stiepeler Hauptstraße so einen krummen Verlauf hat. Sondermann, der von 1876 bis 1881 und erneut von 1888 bis 1894 Gemeindevorsteher war, hatte eine Brennerei und belieferte fast sämtliche Wirte in Stiepel mit Spirituosen. Daher war klar, dass die auszubauende Stiepeler Hauptverbindungsstraße an möglichst vielen Wirtschaften vorbeiführen musste!
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Im Haarmannsbusch
Die Straße „Im Haarmannsbusch“ umfasste bis in die 1950er Jahre auch die heutigen Straßen Libellenweg und Unterm Kolm. Auf Karten aus den Jahren 1824 und 1840 war der Bereich noch komplett bewaldet, auf einer Katasterkarte aus dem Jahr 1879 sind dann rund 25 Häuser eingezeichnet. Bis 1920 hat sich diese Anzahl auf rund 35 erhöht. Ausgangspunkt der Besiedlung war der Bereich um den heutigen Libellenweg, dann folgten die heutige Straße Unterm Kolm mit sieben Häusern sowie der mittlere Bereich des Haarmannsbusches.
Im Pastoratsbusch
Diese Straße, die von der Gräfin-Imma-Straße in deren oberen Bereich in westlicher Richtung abgeht, ist mit einigen wenigen Häusern das erste Mal deutlich auf einer Katasterkarte aus dem Jahr 1884 zu sehen. Es sind jedoch nur die auf dem ersten Stück liegenden Häuser durch diesen Weg verbunden. Auf einer früheren Karte aus dem Jahr 1824 sind nur vereinzelt Gebäude vorhanden, jedoch ohne erkennbaren Weg. Noch im Jahr 1913 hat die Gemeinde Stiepel die Straße als „Interessentenweg“, d.h. private Anliegerstraße, eingestuft. Öffentlich zu begehen war nur das Stück bis etwa zu der heute noch als Schafweide genutzten Wiese, danach war es ein reiner Privatweg, der zudem einen anderen Verlauf hatte als die heute ausgebaute Straße.