• Skip to main content
  • Zur Haupt-Sidebar springen
  • Zur Fußzeile springen

Stiepeler Verein für Heimatforschung e.V.

Der Stiepeler Verein für Heimatforschung in Bochum beschäftigt sich mit der plattdeuschen Sprache, mit der Geschichte von Stiepel, Personen & Straßen.

MENUMENU
  • Start
  • Über uns
    • Vereinsgeschichte
    • Eindrücke
    • Unterstützer & Vereine
    • Veröffentlichungen
    • Pressespiegel
    • Mitglied werden
  • Stiepel
    • Straßen
    • Persönlichkeiten
    • Bauwerke
    • Gastwirtschaften
    • Bergbau
    • Stadtpläne
    • Was es sonst noch gibt
  • Arbeitskreise
    • Geschichte
    • Plattdeutsch
    • Umwelt
    • Pfingstblume
    • Mundarttheater
    • Foto und Medien
  • Pfingstblume
    • Geschichte der Pfingstblume
    • Geschichte der Zeche
    • Der Anfang der Sanierung
    • Bautagebuch
      • Erster Eintrag
      • Zweiter Eintrag
      • Dritter Eintrag
      • Vierter Eintrag
      • Fünfter Eintrag
      • Sechster Eintrag
      • Siebter Eintrag
      • Achter Eintrag
    • Einweihung des sanierten Gebäudes
    • Pressespiegel 2004 / 2005
    • Pfingstblume-Café
  • Termine
  • Newsletter
  • Suche

Andreas

Haus Frische – Zur schönen Aussicht

7. Dezember 2021 von Andreas Kommentar verfassen

Die als Haus Frische bekannte „Restauration zur schönen Aussicht“ (erster bekannter Wirt: Friedrich Frische) war ab 1857 ein über Stiepels Grenzen hinaus bekanntes Ausflugslokal. Außerdem war Haus Frische so etwas wie das soziale und gesellschaftliche Zentrum des gesamten Ortes. Neben der Postagentur war es Vereinslokal für etliche Vereine, zum Beispiel diente der Saal als Turnhalle für den Turnverein „Deutsche Eiche“. Da es bis 1919 keine Ärzte in Stiepel gab, hielten die aus den Nachbargemeinden angereisten Ärzte dort ihre Sprechstunden ab, sogar eine Zahnarztpraxis war eingerichtet. Bis ca. 1960 war im Saal das Kino „Alhambra“ beheimatet.

  • Haus Frische auf einer Postkarte aus dem Jahr 1912
    Haus Frische auf einer Postkarte aus dem Jahr 1912

Im Jahr 1977 wurde das Gebäude abgerissen.

Der Name Frische hat sich im Sprachgebrauch der Stiepeler aber erhalten. Über den Bereich rund um die Haarholzer Straße wird auch heute noch mit den zwei Bezeichnungen “Auf dem Schrick” und “Frische” gesprochen. Dies zeigte sich auch in der Namensgebung der früheren Straßenbahnhaltestelle (Endstelle Linie 5) und jetzigen Bushaltestelle „Haarholzer Straße“. Diese hieß bis 1978 „Stiepel Frische“ und war Synonym für diesen Teil Stiepels.

Nachfolgend die ausführlichere Version eines Artikels aus den Ruhrnachrichten von Frank Dengler, erschienen am 26.März 2013. Er gehört zu der regelmäßig erschienenen Artikelreihe mit dem Titel ” Gruß aus Bochum”

„Zur Schönen Aussicht“ in Stiepel

Das Haus Frische war das älteste Ausflugslokal und existierte mehr als 100 Jahre

Wo die Kemnader Straße an ihrem höchsten Punkt eine scharfe Kurve beschreibt, bevor sie in das Ruhrtal hinabführt, befand sich früher ein beliebtes Ausflugslokal. Zwischen den Einmündungen der jetzigen Haarholzer und der Hevener Straße lag das weit über die Grenzen Stiepels bekannte „Haus Frische“.

Auch wenn sich die Gaststätte später als „ältestes Ausflugslokal in Stiepel“ (Anzeige 1933) bezeichnete, wurde sie nicht als solches gegründet. Als nämlich der Schlosser und „Winkelier“ Friedrich Frische im Jahr 1857 die erste „Schenkwirthschaft“ eröffnete, gab es noch keinen nennenswerten Ausflugsverkehr. So war das Haus Frische zunächst als Gastwirtschaft für die Einheimischen in Stiepel gedacht.

Als weitere Einnahmequellen dienten eine Postagentur im Gebäude (bis 1905) und Räumlichkeiten, in denen wechselnde Ärzte praktizieren konnten. (Erst im Jahr 1919 ließ sich der erste Arzt in Stiepel nieder.) Eine Zeit lang gab es dort sogar eine kleine Zahnarztpraxis. Darüber hinaus wurde Frische von vielen Stiepeler Vereinen als Vereinslokal genutzt. So entwickelte sich das Haus zu einem wichtigen gesellschaftlichen Treffpunkt.

Der Charakter als rein Stiepeler Institution änderte sich, als Frische in den 1860er Jahren begann, Konzerte und Festlichkeiten zu organisieren, die er auch in Bochumer Zeitungen annoncierte. Zugleich wuchs die städtische Bevölkerung, so dass nicht nur die zahlreicher werdende Industriearbeiterschaft in ihrer karg bemessenen Freizeit nach Ausgleich und Entspannung „im Grünen“ strebte.

Dadurch entwickelte sich Haus Frische zum Ausflugslokal. Bald wurde die Wirtschaft durch einen großen Saalbau für verschiedene Veranstaltungen und umzäunte Grünanlagen (Biergarten) ergänzt. Außerdem ließ der Inhaber 1885 einen Aussichtsturm errichten. Die Höhenlage des Lokals war so günstig, dass kein richtiger Turm nötig war, sondern ein Dachreiter mit Panoramaplattform auf dem Haupthaus ausreichte. Dieser Entwicklungsstand von Haus Frische, das inzwischen „Restauration zur schönen Aussicht“ hieß, lässt sich auf dem Ausschnitt einer Postkarte aus dem Jahr 1900 gut erkennen.

Auch auf anderen historischen Ansichtskarten und in Zeitungsanzeigen wurde die „Fernsicht 15 bis 20 Meilen in der Runde“ als „schönste Aussicht 5 Stunden im Umkreis“ gepriesen. Tatsächlich konnten die Gäste nicht nur über das Ruhrtal hinaus, sondern auch nach Norden Richtung Bochum schauen, wo bei klarem Wetter die Schlote des Bochumer Vereins zu erkennen waren.

Mehrere Generationen der Frisches bewirtschafteten das Lokal, welches durch Bau der Straßenbahnlinie 5 von Bochum (1927, bei Frische war die Endhaltestelle) leichter erreichbar wurde und einen entsprechenden Aufschwung erlebte. 1931 folgte der Anschluss einer Buslinie nach Blankenstein. Die Gebäude wurden weiter ausgebaut und modernisiert, so zeigt ein Zeitungsfoto von 1932, als das 75. Jubiläum gefeiert wurde, größere und zahlreichere Fenster am Hauptgebäude. Dennoch gab die Familie ihre Wirtschaft 1935 in andere Hände (Hedwig Niepmann), und schon 1938 kam es zum nächsten Besitzerwechsel (Walter Klein).

Ob dies bereits Anzeichen eines beginnenden Niedergangs waren, ist schwer zu sagen. Nachdem es zwischenzeitlich als Befehlsstelle der NSDAP-Gauleitung herhalten musste, existierte das Lokal jedenfalls nach dem Krieg weiter, scheint aber allmählich seine Anziehungskraft als Ausflugsziel verloren zu haben. Dieser Trend lässt sich auch bei anderen Gartenlokalen seit den 1950er Jahren verfolgen und hat wohl mit den im „Wirtschaftswunder“ gestiegenen Ansprüchen und der höheren Individual-Mobilität zu tun. Mit eigenem Auto oder Motorrad konnten weiter entfernte und attraktivere Ziele leicht erreicht werden. Darunter hatten die alten Ausflugslokale „um die Ecke“ zu leiden.

Wirte der Nachkriegszeit waren nach den Bochumer Adressbüchern Günther Büsch (1953) und Luise Hasenvclever (1956). Unter der wohl letzten Pächterin, Margret Krause, lautete der Name in den 1960er Jahren wieder „Haus Frische“. Im benachbarten Saalbau residierte bis ca. 1960 das „Alhambra“-Kino (1949-53 „Apollo“). Um 1970 wurde auch die Gaststätte endgültig geschlossen. Zuletzt als Wohnhaus genutzt, erfolgte 1976 der Abbruch des Gebäudes. Die Straßenbahn war bereits Ende 1963 durch eine Buslinie ersetzt worden, deren Haltestelle noch bis 1978 „Stiepel Frische“ hieß.

Es dauerte bis 1993/94, dass das ehemalige Frische-Gelände eine Neubebauung erfuhr. Nach einigen vorherigen Änderungen im Straßenverlauf (z.B. Haarholzer Straße) steht seitdem an der Kurve der Kemnader Straße ein Wohn- und Geschäftshaus (Architekt Karl Friedrich Gehse, Bochum / Witten). Dieses auffällige, postmodern anmutende Gebäude dürfte mit seinen turmartigen Eckbauten den Bewohnern auch heute noch eine „schöne Aussicht“ bescheren.

  • Friedrich Frische, 1857 der Gründer der ersten Gastwirtschaft, war Schlosser und „Winkelier“ (auch: „Winkeliér“), ein heute ausgestorbener Begriff.
  • Diese bis ins frühe 20. Jahrhundert gängige Berufsbezeichnung meint einen Kleinsthändler, der meist als Nebenerwerb im ländlichen Raum Lebensmittel und einfache Haushaltswaren, in Westfalen auch Holzschuhe, anbot.
  • Im Niederländischen hat sich die ursprünglichen Bedeutung bis heute erhalten: „Winkel“ (kleiner Laden), „winkelen“ (Einkäufe machen).

Kategorie: Bauwerke Stichworte: Aussicht, frische, Kemnader Straße, Stiepel

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

1. November 2021 von Andreas Kommentar verfassen

Wir laden am Volkstrauertag ein, gemeinsam allen Opfern von Krieg und Gewalt zu gedenken:

Sonntag, 14. November 2021, 11:00 Uhr

Das Gedenken findet statt am Ehrenmal auf dem Evangelischen Friedhof Stiepel-Dorf. Unter der Leitung von Pfarrerin Christine Böhrer wird im Rahmen der Veranstaltung unter Beteiligung des Knappenverein Schlägel & Eisen Bochum Stiepel-Dorf 1884 und des Bürgerschützenverein 1854 Bochum-Stiepel/Dorf zum Gedenken aller Opfer ein Kranz niedergelegt. Die musikalische Begleitung erfolgt durch den Posaunenchor Stiepel-Dorf.

Kategorie: News Stichworte: Stiepel, volkstrauertag

Apfelfest 9. Oktober 2021

18. September 2021 von Andreas Kommentar verfassen

Unser Apfelfest für Große und Kleine findet statt am

Samstag, 9. Oktober 2021 von 12 – 17 Uhr

bei uns an der Pfingstblume, Brockhauser Straße 126 in Bochum-Stiepel.

Kommt und findet heraus, was es alles rund um das Thema “Apfel” zu entdecken gibt: Vom Cidre bis zur Apfelschorle, vom Apfelkuchen bis zu den Reibeplätzchen mit Apfelmus! Landwirt Jörg Große Munkenbeck gibt Informationen zum Thema Apfel und man kann Leckeres vom Land erwerben. Annette Hoffstiepel vom BUND erklärt Wissenswertes über alte Apfelsorten.

Coronabedingt haben wir, um Warteschlangen zur vermeiden, folgende Zeiten festgelegt:

Verpflegung am Reibekuchenstand von 12:00 – 15:00 Uhr.

Kaffee- und Kuchen (Pfingstblume) von 14:00 – 17:00 Uhr.

Es gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln.

Kategorie: News

Stadtteil-Rundgang wird nach 2022 verschoben

18. Juli 2021 von Andreas Kommentar verfassen

Aktualisierung 17.08.2021: Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung haben wir uns entschieden, den Stadtteil-Rundgang in das kommende Jahr zu verschieben.

Die Veranstaltungsreihe „Stiepel damals und heute“ findet eine Fortsetzung. Der Verein Pro Stiepel e.V. gemeinsam mit dem Stiepeler Verein für Heimatforschung e.V. bieten für Interessierte erneut einen Rundgang mit historischem Hintergrund an. Termin ist


Samstag, 21. August 2021, von 15 bis 17 Uhr.


Geplant ist ein Rundgang ausgehend von der Krockhausstraße zu verschiedenen Stationen, die ihre historische Bedeutung erst auf den zweiten Blick preisgeben. Treffpunkt ist an der Krockhausstraße 7 (“Krockhaus-Villa”), die Teilnahme ist kostenlos.


Die Stiepeler Heimatforscher Andreas Finke und Wilhelm Hensing werden kompetente Begleiter sein und möchten bei diesem Rundgang erneut ihr Wissen mit allen Interessierten teilen. Die Corona-Entwicklung müssen wir natürlich beobachten, Änderungen sind daher möglich.

    Kategorie: News Stichworte: Krockhaus, krockhausstraße, stadtteilwanderung, Stiepel

    Unsere aktuellen Aktivitäten

    1. Juni 2021 von Andreas Kommentar verfassen

    Aufgrund der aktualisierten Corona-Schutzmaßnahmen (Stand Juni 2021) können wir unsere Aktivitäten wieder langsam starten. Folgende Informationen für die Monate Juni / Juli: [Weiterlesen…] ÜberUnsere aktuellen Aktivitäten

    Kategorie: News Stichworte: Corona, Stiepel

    Freese (Hellmich – Espey, Voßkuhlstraße 3)

    1. Mai 2021 von Andreas Kommentar verfassen

    Wie bei vielen unserer Recherchen ist das genaue Baujahr dieses Hauses bzw. das Gründungsjahr der Wirtschaft heute nicht mehr zu ermitteln, bekannt ist aber, dass im Jahr 1869 der Theaterverein Preziosa dort gegründet wurde. Gemeint ist die Wirtschaft an der heutigen Voßkuhlstraße 3, seinerzeit erbaut von Maschinenmeister Ludwig Hellmich (*1832), der als Nebenerwerb die besagte Wirtschaft betrieb. [Weiterlesen…] ÜberFreese (Hellmich – Espey, Voßkuhlstraße 3)

    Kategorie: Gastwirtschaften Stichworte: Espey, Freese, Gastwirtschaft, Hellmich, Stiepel, Voßkuhlstraße, zur-frischen-Quelle

    Zum Wilhelmstein (Gräfin-Imma-Straße 212)

    31. März 2021 von Andreas Kommentar verfassen

    Vielen Stiepelern ist die Wirtschaft „Zum Wilhelmstein“ besser bekannt unter dem Namen der langjährigen Betreiberfamilie Bock. Das Baujahr des Hauses und damit der Beginn der von vornherein vorgesehenen Nutzung als Gastwirtschaft sind anhand von Metallziffern am Gebäude ablesbar: 1864. [Weiterlesen…] ÜberZum Wilhelmstein (Gräfin-Imma-Straße 212)

    Kategorie: Gastwirtschaften Stichworte: berghüser, bock, Dorfkirche, gräfin-imma-straße, sondermann, Stiepel, wilhelmstein

    Apotheken in Stiepel

    21. November 2020 von Andreas Kommentar verfassen

    Über nicht vorhandene Ärzte innerhalb der Gemeinde Stiepel haben wir schon berichtet. Nachzulesen ist dieses Kapitel Stiepeler Geschichte in der Darstellung von Dr. Gerhard Gilbert, der sich am 1. Dezember 1919 als erster Arzt in Stiepel niedergelassen hat. In der Zeit davor mussten sich die Stiepeler zur ärztlichen Versorgung in die Nachbargemeinden Weitmar, Wiemelhausen und auf die gegenüberliegende Ruhrseite nach Blankenstein begeben. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, wie denn die Stiepeler nach einem Arztbesuch mit Arzneimitteln und Medikamenten versorgt wurden. In Stiepel gab es keine Apotheke, also musste man sich ebenfalls in den Nachbargemeinden aushelfen. Und genau in diesem Kontext hat der Geschichtskreis Weitmar im Juli 2020 unter dem Titel „Merkwürdiger Arzneimittelhandel in Weitmar“ über einen kleinen „Arzneimittelskandal“ recherchiert, bei dem es auch um zwei Stiepeler Gastwirtschaften und deren Rolle als Verteilzentren geht.

    Auslöser von polizeilichen Untersuchungen im November 1907 war wohl, dass der eine Apotheker dem anderen seine geschäftlichen Aktivitäten neidete und sich gegen die Übergabe von Rezepten direkt aus einer Arztpraxis heraus an eine „Botenfrau“ zu wehren versuchte. Im Zuge der Untersuchungen kam heraus, dass die Witwe Wilhelmine Berentroth sich mit  Duldung des Arztes Meffert in dessen Praxis aufhielt, ausgestellte Rezepte direkt einsammelte, diese zum Apotheker Brinkmann brachte und später die hergestellten Arzneien als Botenfrau an die Wirtschaft Westermann in Stiepel lieferte. Der Wirt Westermann (heutiges Haus Kemnader Straße 200 / Ecke Kosterstraße, Gründung der Wirtschaft 1895) gab die etikettierten Medikamente dann an die Stiepeler Kundschaft aus.

    Strafanzeige 1907: Vernehmung Wirt Westermann (Quelle: Stadtarchiv Bochum)

    Strafanzeige 1907: Vernehmung Wirt Westermann (Quelle: Stadtarchiv Bochum)

    Gastwirtschaften waren zu jener Zeit mehr als nur eine Wirtschaft, sie hatten unterschiedliche Funktionen für das soziale Miteinander in der Gemeinde. Zum Beispiel für das Vereinsleben, als Lohn-, Steuer- oder Rentenzahlstelle, Versicherungsbüro, Poststelle usw. Nun also auch noch als Ausgabestelle für Arzneimittel. Der Amtmann von Weitmar teilte nach Abschluss der Untersuchungen der Polizei-Verwaltung in Blankenstein Ende November 1907 mit, dass die Lieferung von Medikamenten aus einer Weitmarer Apotheke an die Wirtschaft von Westermann in Stiepel aus seiner Sicht einen Verstoß gegen Gesetz und Kaiserliche Verordnung darstellt. Wie die Geschichte in Stiepel ausging, wissen wir nicht, in Weitmar erhielt der Wirt Flake die Verfügung, Annahme und Ausgabe von Medikamenten unter Strafandrohung zu unterlassen. Wir erfahren durch die polizeilichen Ermittlungen aber auch noch, dass es ein identisches System aus der Gemeinde Blankenstein heraus mit dem Wirt Frische in Stiepel gab, und das bereits seit Bestehen der Blankensteiner Apotheke im Jahr 1872. Das Haus Frische war ein seit 1857 bestehendes, über die Stiepeler Grenzen hinaus bekanntes Ausflugslokal an der heutigen Haarholzer Straße.

    Der apothekenlose Zustand sollte bis zum Jahr 1954 bestehen bleiben. In jenem Jahr hat die Stadt Bochum einen Apotheken-Standort in Stiepel ausgeschrieben, den Zuschlag erhielt der Großvater des heutigen Apothekers Heiko Meyer (Ruhrland-Apotheke).

    Kategorie: Was es sonst noch gibt Stichworte: Apotheke, Apothekenskandal, frische, Meyer, Stiepel, Westermann

    Apfelfest 10. Oktober 2020

    3. Oktober 2020 von Andreas Kommentar verfassen

    Unser Apfelfest für Große und Kleine findet statt am

    Samstag, 10. Oktober 2020 von 12 – 17 Uhr

    bei uns an der Pfingstblume, Brockhauser Straße 126 in Bochum-Stiepel.

    Kommt und findet heraus, was es alles rund um das Thema “Apfel” zu entdecken gibt: Vom Cidre bis zur Apfelschorle, vom Apfelkuchen bis zu den Reibeplätzchen mit Apfelmus! Landwirt Jörg Große Munkenbeck gibt Informationen zum Thema Apfel und man kann Leckeres vom Land erwerben.

    Um (wegen Corona) Warteschlangen zu vermeiden haben wir folgende Zeiten festgelegt: Verpflegung am Reibekuchenstand von 12 – 15 Uhr, Kaffee und Kuchen von 14 –  17 Uhr. Es gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln.

    Es ist die letzte Veranstaltung des Vereins in diesem Jahr, daher genießt noch einmal eine schöne Zeit in historischer Atmosphäre. Zusätzlich ist letztmalig die Ausstellung “Ignatius Geitel” geöffnet.

    Kategorie: News Stichworte: Apfel, apfelfest, Stiepel

    Ignatius Geitel (1913 – 1985)

    3. Oktober 2020 von Andreas Kommentar verfassen

    Ignatius Geitel hatte ab 1951 Atelier und Lebensmittelpunkt in Stiepel auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Carl Friedrich Erbstollen an der Ecke Kemnader-/ Markstraße. Sein künstlerisches Schaffen begann im Alter von 16 Jahren. Nach dem Besuch der „Maler- und Bildhauerklasse“ der Essener Folkwangschule und der „Meisterklasse Glasmalen“ an der Werkskunstschule Trier ließ er sich in den 1930er Jahren von seinem expressionistischen Vorbild Edvard Munch inspirieren, litt mit seinem künstlerischen Werk aber unter den nationalsozialistischen „Säuberungen“. Nach Kriegseinsatz und russischer Kriegsgefangenschaft verlagerte er seine künstlerischen Aktivitäten hin zur „Kunst am Bau“. Ignatius Geitel gehörte in den 1950er und 1960er Jahren zu den meistbeschäftigten Bochumer Künstlern im öffentlichen Raum und zu den wichtigsten Glaskünstlern überhaupt.

    Ignatius Geitel 1956

    Ignatius Geitel 1956

    Geboren ist er am 15. November 1913 in Bochum-Ehrenfeld. Nach Besuch der Volksschule, einer abgebrochenen kaufmännischen Lehre und Arbeit in der Landwirtschaft absolviert er eine Lehre als Steinmetz und besucht die Maler- und Bildhauerklasse an der späteren Folkwangschule in Essen. Sein erstes Gemälde erstellt er 1929 im Alter von 16 Jahren. In den 1930er Jahren unternimmt er zahlreiche Studienreisen durch Holland und Belgien, sein künstlerisches Vorbild in dieser Zeit ist Edvard Munch. Ab 1934 erfährt er eine intensive Unterstützung durch das Bochumer Unternehmerehepaar und Kunstmäzene Irene und Karl Gröppel [Westfalia Dinnendahl Gröppel AG (WEDAG)]. In der Villa Gröppel, heute: Hospiz St. Hildegard an der Königsallee, kann Geitel relativ geschützt arbeiten. 1939 führt eine Ausstellungsbeteiligung mit dem Bild „Das lungenkranke Kind“ zur Vorladung vor die nationalsozialistische Kunst-Kommission in Düsseldorf. Weiteren Repressalien entkommt er durch den Kriegseinsatz von 1939 bis 1945, von der russischen Kriegsgefangenschaft kehrt er erst im November 1949 zurück. Sofort danach beginnt er wieder mit künstlerischen Aktivitäten, überwiegend Glasfensterarbeiten und „Kunst am Bau“. Er beteiligt sich an zahlreichen Ausstellungen und ist Mitbegründer einiger Künstlervereinigungen.

    Im Jahr 1951 bezieht er sein neues Atelier in Stiepel im Maschinenhaus der ehemaligen Zeche Carl-Friedrich-Erbstollen an der Kemnader-/Ecke Markstraße, später erfolgt die Errichtung seiner Wohn- und Atelier-Bungalows auf demselben Grundstück, heute Kemnader Straße 14 a, die Entwürfe stammen vom Architekten Reiser.

    Eines seiner bekanntesten Werke ist das 1954 aus rund 40.000 Glas-Bruchstücken erstellte Mosaik „Niobe“. Es ist das Mahnmal der Stadt Bochum für die Opfer des 2. Weltkriegs und befindet sich auf dem Hauptfriedhof Freigrafendamm. In den 1950er und 1960er Jahren liegen seine künstlerischen Aktivitäten überwiegend in der „Kunst am Bau“: Geitel gehörte zu den meist-beschäftigten Bochumer Künstlern im öffentlichen Raum. Monumentale Glasfenster-Aufträge im kirchlichen und weltlichen Bereich sind bis heute erhalten.

    Ignatius Geitel: Theater

    Ignatius Geitel: Theater

    Im Jahr 1983 präsentiert er seine letzte Ausstellung anlässlich seines 70. Geburtstages in seinem Haus an der Kemnader Straße, er stirbt am 22. Januar 1985. Um sein Gesamtwerk kümmert sich heute seine Lebensgefährtin und Nachlassverwalterin Inge Diergardt.

     

    * Informationen zum Lebenslauf entnommen aus: Sepp Hiekisch-Picard. Ignatius Geitel. Das künstlerische Werk

    Kategorie: Persönlichkeiten Stichworte: Geitel, Glaskunst, Ignatius, Kemnader Straße, Niobe, Stiepel

    • « Go to Previous Page
    • Go to page 1
    • Interim pages omitted …
    • Go to page 3
    • Go to page 4
    • Go to page 5
    • Go to page 6
    • Go to page 7
    • Interim pages omitted …
    • Go to page 16
    • Go to Next Page »

    Haupt-Sidebar (Primary)

    Footer

    Verein

    • Vereinsgeschichte
    • Veröffentlichungen
    • Pressespiegel
    • Eindrücke
    • Unterstützer & Vereine
    • Mitglied werden

    Stiepel

    • Straßen
    • Bauwerke
    • Persönlichkeiten
    • Gastwirtschaften
    • Bergbau
    • Stadtpläne
    • Was es sonst noch gibt

    Termine

    • Unsere Termine. Unser Programm.
    • Pfingstblume-Café

    Arbeitskreise

    • Geschichte
    • Plattdeutsch
    • Umwelt
    • Pfingstblume
    • Mundarttheater
    • Foto und Medien

    Pfingstblume

    • Pfingstblume-Café
    • Vereinigte Pfingstblume
    • Bautagebuch

    Kleingedrucktes

    • Kontakt
    • Impressum
    • Datenschutz

    Urheberrecht © 2026 · Stiepeler Verein für Heimatforschung e.V. An Genesis Framework · WordPress · Anmelden

    Datenschutzeinstellungen

    Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. Wenn Sie unter 16 Jahre alt sind und Ihre Zustimmung zu freiwilligen Diensten geben möchten, müssen Sie Ihre Erziehungsberechtigten um Erlaubnis bitten. Wir verwenden Cookies und andere Technologien auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. Personenbezogene Daten können verarbeitet werden (z. B. IP-Adressen), z. B. für personalisierte Anzeigen und Inhalte oder Anzeigen- und Inhaltsmessung. Weitere Informationen über die Verwendung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können Ihre Auswahl jederzeit unter Einstellungen widerrufen oder anpassen.

    Datenschutzeinstellungen

    Alle akzeptieren

    Speichern

    Nur essenzielle Cookies akzeptieren

    Individuelle Datenschutzeinstellungen

    Cookie-Details Datenschutzerklärung Impressum

    Datenschutzeinstellungen

    Wenn Sie unter 16 Jahre alt sind und Ihre Zustimmung zu freiwilligen Diensten geben möchten, müssen Sie Ihre Erziehungsberechtigten um Erlaubnis bitten. Wir verwenden Cookies und andere Technologien auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. Personenbezogene Daten können verarbeitet werden (z. B. IP-Adressen), z. B. für personalisierte Anzeigen und Inhalte oder Anzeigen- und Inhaltsmessung. Weitere Informationen über die Verwendung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies. Sie können Ihre Einwilligung zu ganzen Kategorien geben oder sich weitere Informationen anzeigen lassen und so nur bestimmte Cookies auswählen.

    Alle akzeptieren Speichern Nur essenzielle Cookies akzeptieren

    Zurück

    Datenschutzeinstellungen

    Essenzielle Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen und sind für die einwandfreie Funktion der Website erforderlich.

    Cookie-Informationen anzeigen Cookie-Informationen ausblenden

    Name
    Anbieter Eigentümer dieser Website, Impressum
    Zweck Speichert die Einstellungen der Besucher, die in der Cookie Box von Borlabs Cookie ausgewählt wurden.
    Cookie Name borlabs-cookie
    Cookie Laufzeit 1 Jahr

    Inhalte von Videoplattformen und Social-Media-Plattformen werden standardmäßig blockiert. Wenn Cookies von externen Medien akzeptiert werden, bedarf der Zugriff auf diese Inhalte keiner manuellen Einwilligung mehr.

    Cookie-Informationen anzeigen Cookie-Informationen ausblenden

    Akzeptieren
    Name
    Anbieter Google Ireland Limited, Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Ireland
    Zweck Wird zum Entsperren von Google Maps-Inhalten verwendet.
    Datenschutzerklärung https://policies.google.com/privacy
    Host(s) .google.com
    Cookie Name NID
    Cookie Laufzeit 6 Monate

    Datenschutzerklärung Impressum